AlteMusik.Wien
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Die Kunst des Liedes beginnt nicht erst mit Franz Schubert, schon Generationen von Komponisten vor ihm haben Bedeutsames auf diesem Feld geleistet, von Heinrich Isaacs "Innsbruck, ich muss dich lassen" über Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Abraham Peter Schulz bis hin zu den Liedern Haydns. Zu einigen dieser Komponisten haben wir Konzertprogramme zusammengestellt.

 

November 2021: Hello Mr. Haydn

 

Als Joseph Haydn im Januar 1791 in England eintraf, war er der berühmteste Komponist Europas und wurde von der Londoner Gesellschaft und selbst vom Königshaus begeistert empfangen. Unterkunft nahm er bei seinem Impresario Salomon in der Great Pulteney Street, verbrachte aber seine wenige Freizeit vor allem in den Salons der Londoner Gesellschaft. Einer davon wurde von Anne Hunter, der Frau des berühmten Chirurgen Dr. John Hunter, geführt. Anne Hunter (geb. Home) war eine hochbegabte und kultivierte Frau mit außergewöhnlichen literarischen Gaben. Sie erlangte frühe Berühmtheit mit ihrem Gedicht "Flower of the Forest", das 1765 in einer Zeitschrift in Edinburgh erschien und in England den Nerv der Zeit traf.

 

In Zusammenarbeit mit und inspiriert von Anne Hunter veröffentlichte Haydn im Juni 1794 die erste seiner beiden Serien von "English Canzonettas" ausschließlich auf Texte Hunters. Die zweite Serie erweitert dann die Autorenschaft um Shakespeare und Metastasio. Die "English Canzonettas“ waren sofort ein großer Erfolg, sowohl in England als auch auf dem Kontinent. Sie inspirierten nicht zuletzt Beethoven und Schubert und haben sich bis heute im Konzertsaal lebendig erhalten.

 

Besetzung:

Christa Marie Stevens - Sopran

Hartmut Schulz - Bariton

Kyoko Tanaka - Piano

 

Dauer: ca. 80 min

 

Termine:

 

Samstag, 20.11.2021, 19:00 Uhr
Kaisersaal, Wien

 

 

Frühjahr 2022: Der Mond ist aufgegangen

 

Er hat zwei der berühmtesten Lieder in deutscher Sprache geschrieben und ist doch ein Unbekannter: Johann Abraham Peter Schulz, Komponist von "Der Mond ist aufgegangen" und "Ihr Kinderlein kommet". 1747 in Lüneburg geboren, 1800 in Schwedt gestorben ist sein umfangreiches Werk - geistliche und weltliche Lieder, Opern (darunter ein "Barbier von Sevilla), Klaviermusik - heute aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwunden. Schade eigentlich, denn die beiden oben genannten Lieder sind nicht die einzigen Melodiewunder dieses Komponisten.

 

Eine Auswahl vorwiegend geistlicher Lieder, natürlich inklusive der beiden "Evergreens", zeigt den Kapellmeister in Rheinsberg und Hofkapellmeister in Kopenhagen als Musiker auf der Höhe seiner Zeit. Ergänzt wird das Programm mit geistlichen Liedern seiner Vorbilder Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach.

 

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